Allergien
Auslöser für Allergien gibt es viele: Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, Sonne, Insektenstiche,…
Normalerweise stuft das menschliche Immunsystem diese Stoffe zwar als körperfremd, aber harmlos für den Organismus ein. Ein Allergiker reagiert dagegen auf einen oder mehrere dieser Stoffe übermäßig stark. Diese Überempfindlichkeitsreaktionen sind auf die erhöhte Ausschüttung von Histamin, einem wichtigen Botenstoff für die Ankurbelung des Immunsystems und die Initiierung von Abwehrreaktionen, zurückzuführen.
Histamin hat aber den unangenehmen Nebeneffekt, dass es Entzündungs-symptome hervorruft. Daher führt übermäßige Histaminausschüttung zu Jucken, Brennen, Rötungen und Anschwellen der Schleimhäute. Darüber hinaus können auch Histamin-hältige Nahrungsmittel (z.B. Fisch, Käse, Rotwein) bei bereits vorbelasteten Personen entsprechende Reaktionen auslösen.
Mit einem so genannten Antihistaminikum kann die Bindung von Histamin an seine Rezeptoren verhindert und damit diese Reaktionen vermieden werden. Antihistaminika gibt es in Tablettenform, deren Wirkungen und Nebenwirkungen (insbesondere Müdigkeit) sich im ganzen Körper bemerkbar machen. Schonender ist die Anwendung von lokal wirkenden Antihistaminika, die man gezielt am Ort der allergischen Reaktion (Nase, Augen, Haut) einsetzt.
Tipps und Tricks im Umgang mit Allergien
Kennen Sie Ihre Heuschnupfen-auslösenden Pollen, dann lesen Sie im Pollenkalender nach, zu welchen Zeiten Ihnen folgende Tipps zur Vermeidung extremer allergischer Reaktionen unterstützend weiterhelfen können.
Tipp 1
Schließen Sie Fenster und Türen vor allem zu Hause und besonders in der Nacht für einen ungestörten Schlaf.
Tipp 2
Die Klimaanlage Ihres Autos sollte auf jeden Fall mit einem Pollenfilter ausgestattet sein oder im Fachhandel nachgerüstet werden. Fahren Sie immer mit geschlossenem Fenster.
Tipp 3
Verbannen Sie tagsüber getragene Kleidung aus dem Schlafzimmer, denn die Pollen setzen sich auch in der Kleidung fest und können Ihre Nachtruhe ordentlich durcheinander bringen.
Tipp 4
Waschen Sie sich in den Zeiten Ihrer besonderen Pollenbelastung jeden Abend die Haare bevor Sie schlafen gehen, denn auch in Ihrem Haar setzen sich die Pollen im Laufe des Tages fest.
Tipp 5
Vermeiden Sie bei sehr warmem, trockenem und windigem Wetter zu lange Aufenthalte in der freien Natur, wobei besonders nachts und in den frühen Morgenstunden die Pollenkonzentration in der Luft deutlich höher ist.
Tipp 6
Urlaube am Meer, im Hochgebirge oder in der Wüste erlauben Ihnen leichter durchzuatmen, da es in diesen Regionen fast keine Pollen gibt.
Tipp 7
Lassen Sie von Ihrem Facharzt durch einen Allergietest genau austesten, welche Pollen Ihnen zu schaffen machen, damit Sie sich in Zeiten der besonderen Belastung gegen diese spezifischen Pollen wappnen können.


