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Gute Aussichten für Allergiker

Neuer Nasenspray lindert Heuschnupfen-Beschwerden besser & schneller

Allergiker können aufatmen: Seit 1. November ist eine neue und höchst Erfolg versprechende Therapieoption für Österreichs Allergiker verfügbar. Ein neuer Nasenspray vereint erstmals ein Antihistaminikum und Kortison in einem Arzneimittel. Die Zulassung beruht auf einem Studienprogramm mit mehr als 4.600 Patienten, die an mittleren bis schweren Heuschnupfen-Symptomen litten. Für Leid geplagte Allergiker sind die Ergebnisse sehr ermutigend: Im Vergleich zu den bisher verfügbaren Einzeltherapien mit diesen Wirkstoffen konnten besonders die Schwellung der Nasenschleimhäute und das Jucken der Augen deutlich schneller und signifikant besser (um mehr als 50 Prozent) gelindert werden. Ein derartiger Unterschied zu bestehenden Therapien ist außergewöhnlich, weshalb die Behörden den Weg für das innovative Antiallergikum rasch frei machten und Experten von einem möglichen Durchbruch in der Therapie des allergischen Heuschnupfens sprechen.

Heuschnupfen (med. allergische Rhinitis) ist eine allergisch bedingte chronische Entzündung der oberen Atemwege und weit verbreitet. "Aus bisher nicht genauer geklärter Ursache hat es in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Anstieg an allergischen Atemwegserkrankungen gegeben.", informiert Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Edmund Eckel, Vorstand der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Klinikum-Klagenfurt am Wörthersee. "In Europa sind inzwischen etwa 20-30 % der gesamten erwachsenen Bevölkerung betroffen." Das bedeutet, in Österreich leiden etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen einer Atemwegsallergie gegen Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen & Co. Heuschnupfen kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und verursacht dazu erhebliche sozioökonomische Folgekosten – darunter auch höhere Einbußen an Arbeitsproduktivität als bei Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Depressionen.

Bis dato: unzureichende Behandlung

Die Behandlung des Heuschnupfens ist eine Herausforderung. Studien zeigen, dass die meisten Allergiker – auch unter ärztlicher Behandlung – weiter an Symptomen leiden und zwei von drei Patienten mit ihrer medikamentösen Therapie nicht zufrieden sind. Dazu kommt, dass der Schweregrad der Erkrankung immer mehr zunimmt. Immer mehr Patienten leiden an einer mittleren bis schwer ausgeprägten Form der allergischen Rhinitis und immer häufiger sind Patienten an mehr als nur einer Allergie erkrankt und dadurch über einen längeren Zeitraum ihren belastenden Symptomen ausgesetzt.
Allergie-Experte Eckel: "Eine effiziente Therapiestrategie hat deshalb sowohl für den einzelnen betroffenen Patienten als auch für das gesamte Gesundheitssystem erhebliche Bedeutung."

Gezielter Einsatz geeigneter Medikamente 

"Basis der Therapie ist eine aussagekräftige spezifische Diagnostik beim allergologisch geschulten Facharzt", so der HNO-Mediziner weiter. Neben allfälligen Maßnahmen zur Allergenkarenz wie z.B. Wohnraumsanierung, Vermeidung des Kontakts zu Haustieren und Pollen oder Schimmelpilzsanierung kommt häufig eine sogenannte kausale Therapie in Form einer Desensibilisierung (med. spezifische Immuntherapie) zum Einsatz. "Im Idealfall kann eine allergische Atemwegserkrankung heute durch eine gezielte immunologische Therapie weitgehend unter Kontrolle gebracht werden", so Eckel. "Diese Behandlungsform ist allerdings nicht für jeden Patienten geeignet. Sie wird auch nicht von allen gewünscht und erfordert bis zum Wirkeintritt teilweise erhebliche Behandlungszeiten, in denen eine Symptomlinderung für den Patienten noch nicht erreicht ist. In allen diesen Situationen tritt dann die symptomatische Behandlung in den Vordergrund oder wird zur alleinigen Behandlungsstrategie."

Bislang wurden allergische Reaktionen vorwiegend mit einem Antihistaminikum, das abschwellend wirkt und mit Kortison, das die allergische Entzündung hemmt, gedämpft. Beide Behandlungsansätze sind bewährt und stehen seit vielen Jahren vor allem in Form von Tabletten, Tropfen oder als Nasenspray zur Verfügung. Nun gibt es einen neuen Nasenspray, der erstmals sowohl Antihistaminikum als auch Kortison in einem Arzneimittel enthält. Damit die beiden Wirkstoffe Fluticason und Azelastin ihre Wirkung lokal besser entfalten können, wurden sie in der pharmazeutischen Herstellung neuartig aufbereitet.

Neuer Nasenspray wirkt besser und schneller 

Unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung, werden die Beschwerden an Nase und Augen hochwirksam bekämpft. Im Vergleich zu den bisher verfügbaren Einzeltherapien mit diesen Wirkstoffen konnten besonders die Schwellung der Nasenschleimhäute und das Jucken der Augen deutlich schneller und um mehr als 50 Prozent besser gelindert werden. Auch bei der kontinuierlichen Anwendung über ein ganzes Jahr hinweg, wie das z.B. bei einer Hausstaubmilbenallergie häufig nötig ist, zeigte der neue Nasenspray ein gutes Sicherheitsprofil.

Prof. Eckel und seine Kollegen begrüßen diese Innovation in der symptomatischen Behandlung des allergischen Heuschnupfens: "Mit dem neuen Nasenspray steht nun eine anwenderfreundliche und effektive Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung."

  1. Hellgren J et al. Allergy 2010; 65(6): 776-783
  2. Lamb CE et al. Curr Med Res Opin 2006; 22(6): 1203-10
  3. Bousquet PJ et al. Int Arch Allergy Immunol 2012; 160(4): 393-400
  4. Ciprandi G et al. Curr Med Res Opion 2011; 27(5): 1005-1011
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