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Wer Allergien hat, der leidet

Jahreskongress der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI) vom 11. Juni – 15. Juni 2016 in Wien

Die neuesten Erkenntnisse zu Diagnose und Therapie standen im Mittelpunkt des größten europäischen Kongresses zur Allergieforschung, der vom 11. Juni bis 15. Juni 2016 in Wien stattfand. Mit rund 7.000 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder ein Publikumsmagnet und bot eine Vielzahl an Vorträgen zu allen Aspekten der Allergologie und Immunologie an. Meda war auch dieses Jahr mit zwei eigenen wissenschaftlichen Symposien Teil des Kongresses.

Allergien haben sich in der Europäischen Union (EU) in den letzten Jahren zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt: über 150 Millionen Europäer leiden bereits daran (1). So geht die EAACI davon aus, dass im Jahre 2025 mehr als die Hälfte aller Europäer von Allergien betroffen sein wird (2). Auch betonte Herr Universitätsprofessor Dr. Dr. Herbert Riechelmann, Vorstand der Innsbrucker Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, dass bis zu 90 Prozent der an Allergien erkrankten Menschen derzeit nicht oder nur unzureichend behandelt werden, obwohl wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu Verfügung stehen.

Allergischer Schnupfen mit verstopfter Nase und juckenden Augen

Allergischer Schnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, kann je nach Ursache das ganze Jahr mit juckenden, tränenden, geröteten Augen auftreten. Vor allem aber die verstopfte Nase ist für die Betroffenen mit einem großen Leidensdruck verbunden.  Obwohl es mittlerweile zahlreiche Therapien für allergische Erkrankungen gibt, fühlen sich immer noch viele Patienten nicht ausreichend behandelt und ihre Symptome verursachen trotz der Behandlung noch immer Beschwerden. Dies führte Professor Dr. Nikos Papadopoulos, Medizinische Universität von Athen, Griechenland aus. Die individuelle, lokale Therapie der allergischen Rhinitis kann aber rasch zur Linderung der Beschwerden führen. Mittlerweile steht auch ein schnell wirksames Präparat zur Verfügung, welches die gewünschte entzündungshemmende und abschwellende Wirkung vereint.

Allergien mit der App „Allergy Diary“ besser im Griff haben

In die App „Allergy Diary“*, einem digitalen Allergietagebuch, können Patienten auf einfache Weise dokumentieren, wie sie sich an einem aktuellen Tag fühlen, also beispielsweise ob die Nase verstopft ist, die Augen jucken  und welche Arzneimittel sie zur Bekämpfung der Symptome verwendet haben. Diese Daten können gesammelt und beispielsweise beim nächsten Arztbesuch vorgezeigt werden.  „Dadurch wird das Leben der betroffenen Patienten erleichtert und eine angepasste, individuelle Therapie aufgrund der individuellen Symptomatik ermöglicht“, so Prof. Dr. Jean Bousquet, Universität Montpellier, Frankreich.  

Adrenalin- Autoinjektoren als Lebensretter bei allergischem Schock

Ein allergischer Schock (auch Anaphylaxie genannt) ist die schwerste Ausprägung einer lebensbedrohlichen Reaktion auf Allergene wie Insektengift, Nahrungs- oder Arzneimittel. Die Mehrheit der Anaphylaxien tritt im Alltag und nicht in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus auf. Sowohl Personen, die bereits einen allergischen Schock erlitten haben, als auch Risikopersonen für eine schwere allergische Reaktion sollten immer zwei  Adrenalin- Autoinjektoren zur intramuskulären Selbstbehandlung im Notfall verordnet bekommen und immer bei sich tragen.  Darüber berichtete Prof. David Price, University of Aberdeen, UK im Rahmen des Symposiums.

Neurodermitis – Was hilft gegen die Juck-Kratz-Spirale?

Wer Neurodermitis hat, leidet unter entzündeter Haut und quälendem Juckreiz. Doch das Kratzen bringt nur kurze Linderung – der Juckreiz kehrt stärker wieder zurück, da die Haut durch das Kratzen noch mehr geschädigt wird. Dies muss nicht sein: Wenn die Behandlung der Neurodermitis stufenweise und individuell angepasst erfolgt, dann können viele Patienten erfolgreich therapiert werden. Ziel der Behandlung ist die Linderung der Beschwerden (Hauttrockenheit, Juckreiz, Rötung), die Verhinderung weiterer Krankheitsschübe und die Verbesserung der Lebensqualität. Daher kommen neben Kortisonpräparaten vor allem bei der leichten bis mittelschweren Neurodermitis vor allem  an empfindlichen Hautstellen auch lokale Calcineurin-Hemmer zum Einsatz. Diese haben den Vorteil, dass sie kein Dünnerwerden der behandelten Haut verursachen. Im Gegenteil: Sie können durch topisches Kortison verursachte Schädigungen der Hautschutzbarriere wieder reparieren3. Besonders betont wurde die Wichtigkeit einer adäquaten und täglichen Basispflege zusätzlich zur antientzündlichen Therapie.

* in Kooperation von MACVIA*LR (Maladies Chroniques pour un VIeillissement Actif en Languedoc-Roussillon) und ARIA entwickelt

1) The European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI). A European Declaration on Allergen Immunotherapy. Available at http://www.eaaci.org/resources/immunotherapy-declaration.html
2) Global Atlas of Allergy (EAACI). Available at http://www.eaaci.org/globalatlas/GlobalAtlasAllergy.pdf
3)  Jensen JM, et al. J Allergy Clin Immunol 2009;123:1124-33

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