Produkte

Pressemeldungen

Pressetext Austria:

"Weißer Hautkrebs-unterschätzte Gefahr mit Folgen"

Pressekonferenz am 8. April 2008, Neues Landhaus St. Pölten:

Foto: B&K/Wustinger

Haut und Sonne: Was gibt es Neues?

Hautkrebs: Das häufigste Karzinom beim Menschen - unterschätzte Gefahr „weißer" Hautkrebs - Risikofaktor Sonne: Effektive Prävention - Moderne Behandlungsmethoden

Statement Prim Univ.-Prof. Dr. Robert Müllegger, Vorstand der Abteilung für Dermatologie am Krankenhaus Wiener Neustadt.

Rechtzeitig vor der Sonnensaison gilt es einmal mehr, auf die gefährlichen Schäden hinzuweisen, die ungeschützte Sonneneinwirkung hervorrufen kann.

Denn trotz aller Aufklärungs- und Sensibilisierungsbemühungen müssen wir leider nach wie vor von einer regelrechten Hautkrebsepidemie sprechen. Der so genannte „schwarze" Hautkrebs (Melanom) ist ungebremst im Vormarsch. Während hier aber, nicht zuletzt durch die Aufklärungsaktivitäten der vergangenen Jahre, ein gestiegenes Problembewusstsein zu verzeichnen ist, wird die Gefahr des hellen Hautkrebses, der so genannten „non-melanoma skin cancer", noch immer sehr unterschätzt.

Unterschätzte Gefahr „heller" Hautkrebs

Doch die Zahl der Neuerkrankungen am „hellen" Hautkrebs steigt drastisch an: Die zu dieser Gruppe zählenden Aktinischen Keratosen, Plattenepithel-Karzinome und Basalzell-Karzinome sind mittlerweile bereits die häufigsten bösartigen Tumoren beim Menschen überhaupt. Die Häufigkeitszunahme dieser Krebsformen beträgt sieben bis zehn Prozent pro Jahr. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist mit weiteren Zunahmen zu rechnen.

Beim Basalzell-Karzinom gehen wir von mindestens 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Jahr aus - möglicher Weise liegen die Zahlen auch darüber. Das Bild der Basalzell-Karzinome zeigt rötlich-braune Knoten. Charakteristisch für diese Tumoren ist ein Größenwachstum mit Ausbreitung, zu Metastasen kommt es meist nicht.

Besonders weit verbreitet sind die Aktinischen Keratosen: Jeder Zweite über 60 Jahren und fast jeder Über-70-Jährige ist von diesen hautfarbenen bis rötlichen Flecken oder schuppigen Erhebungen auf der Haut betroffen. Aktinisch bedeutet durch Strahlen verursacht, Keratose ist der medizinische Begriff für Verhornung. Als „Sonnenschwielen" werden sie oft verharmlost, was allerdings höchst problematisch ist. Denn die Behandlung sollte möglichst früh beginnen. Da Aktinische Keratosen nichts anderes sind als Plattenepithel-Karzinome „in situ" - also in Entwicklung. Das ist den meisten Betroffenen gar nicht bewusst. In etwa zehn Prozent der Fälle entwickeln sich daraus so genannte invasive Plattenepithelkarzinome, die in die Tiefe wachsen. 

Field cancerization: Großflächige Gefahr

Nachdem bei Aktinischen Keratosen nicht nur in den bereits erkennbar veränderten Hautstellen selbst, sondern auch in der Umgebung genetische Veränderungen nachgewiesen werden, spricht man heute von „field cancerization": Neben den sichtbaren Tumorarealen finden sich auch äußerlich noch unauffällige Hautbereiche, die bereits erste genetische Schäden aufweisen und aus denen ebenfalls Aktinische Keratosen entstehen können. Deshalb ist es besonders wichtig, eine großflächige Therapie der Haut anzustreben.

Vorsorgeuntersuchung - auch für die Haut!

Weil Hautkrebs umso besser zu behandeln ist, je früher er erkannt wird, ist auch zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt unbedingt zu raten. Je nachdem individuellen Risikoprofil ist eine unterschiedliche Kontrollfrequenz anzuraten: In der Regel sollte man einmal im Jahr die Haut kontrollieren lassen. Sind schon einmal bösartige Veränderungen aufgetreten, dann zweimal im Jahr. Hier gibt es allerdings noch einen großen Nachholbedarf: 60 Prozent der Erwachsenen, zeigte eine Umfrage der oberösterreichischen Ärztekammer, waren noch nie bei einer Hautvorsorge-Untersuchung. Dabei ließe sich hier mit so einfachen Mitteln großer Schaden verhindern!

Prävention: Schutz vor dem Risikofaktor Sonne 

Ein wesentlicher gemeinsamer Risikofaktor all dieser Hautkrebsformen ist ungeschützte Sonneneinwirkung. UV-Strahlung führt dabei einen regelrechten Doppelschlag gegen die Haut - einmal direkt durch die genetischen Veränderung von Hautzellen, die so zu Tumorzellen werden können. Und zum Anderen, weil die UV-Belastung das Immunsystem des Körpers negativ beeinflusst und so den körpereigenen Krebsschutz schwächt.

Besonders häufig treten die gefährlichen Hautveränderungen daher auch am Kopf, im Gesicht, im Schulter- und Dekolletébereich, and den Unterarmen und Handrücken auf - also an Stellen, die besonders intensiv von der Sonne bestrahlt werden. Je heller die Haut und je länger und intensiver die Sonneneinstrahlung, desto höher ist das Erkrankungsrisiko und desto stärker ist auch das Krankheitsbild ausgeprägt.

Neben der UV-Bestrahlung spielt übrigens auch eine genetische Disposition für die Entstehung von Hautkrebs eine Rolle. Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt zudem das Auftreten von Aktinischen Keratosen - deshalb haben Menschen nach Organtransplantation, die ein supprimiertes Immunsystem haben, ein bis zu 200-fach erhöhtes Risiko für hellen Hautkrebs, Auch Infektionen mit bestimmten HP-Viren - den Subtypen 16 und 18 - können an der Entstehung des Plattenepithelkarzinoms beteiligt sein.

Aufgrund der besonderen Bedeutung von Sonnenschäden sind vorbeugende Maßnahmen gegen die Sonne wesentlich. Einfache, aber effiziente Verhaltensregeln sind, die Sonnenexposition bei besonders hoher UV-Belastung wie in der Mittagszeit zu vermeiden, sich besser im Schatten als in der Sonne aufzuhalten, und sich mit Kopfbedeckungen, Kleidung und wirksamen Breitband-Lichtschutzmitteln zu schützen. Zu beachten ist allerdings, dass der Lichtschutzfaktor sich ausschließlich auf den Schutz vor Sonnenbrand bezieht, er hat keine sichere Aussagekraft hinsichtlich eines Schutzes vor Hautkrebs. Auch ein guter Lichtschutzfaktor ist also keineswegs ein „Freibrief zum Sonnenbraten"!

Ein neuer vorbeugender Ansatz ist die so genannte molekulare Prävention. Darunter versteht man die Beseitigung von klinisch noch nicht sichtbaren Hautschäden durch die Anwendung von Lichtschutzpräparaten mit DNA-Reparaturenzymen.

Statement Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Trautinger, Vorstand der Abteilung für Dermatologie am Landesklinikum St. Pölten 

Innovative Behandlungsmethoden

Alle Hautkrebsformen müssen unbedingt behandelt werden. Und je früher dies geschieht, desto besser sind auch die Heilungschancen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist in jedem Fall die richtige Diagnose, die durch den Hautarzt gestellt werden sollte. Deshalb ist auch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt, die leider noch immer von zu wenigen Menschen wahrgenommen wird, so enorm wichtig. Nicht nur, um unnötiges Leiden zu verhindern. Sondern letztlich auch aus volkswirtschaftlichen Gründen: Zahlreiche Krankenhausaufenthalte und enorme Folgekosten können vermieden werden, wenn Hautkrebs in einem frühen, noch kontrollierbaren Stadium erkannt und behandelt wird.

Das muss man besonders auch im Hinblick auf die immer noch unterschätzten Aktinischen Keratosen besonders betonen, die als Vorstufe zu Karzinomen eine behandlungspflichtige Erkrankung darstellen. Sie sind bei rechtzeitiger Behandlung gut in den Griff zu bekommen.

Welche der verschiedenen Behandlungsmethoden, die uns heute zur Verfügung stehen, im Einzelfall zum Einsatz kommen, muss für jede Patientin und jeden Patienten jeweils nach Abwägung aller Faktoren individuell entschieden werden. Hier ist Erfahrung und Expertise gefragt, damit jede und jeder Betroffene die für sie oder ihn optimale Therapie erhält.

Einzelne Aktinische Keratosen können etwa chirurgisch, mit einem Skalpell oder Kürette, entfernt werden. Auch eine Vereisung der betroffenen Stellen mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie) ist eine invasive Behandlungsoption.

Neben der chirurgischen Therapie wurden in der letzten Zeit moderne lokale Behandlungsmethoden entwickelt. Dies ist für Betroffene schon deshalb interessant, weil die gängigen invasiven Verfahren schmerzhaft sind und oft Narben hinterlassen, die besonders im Gesicht störend sein können.

Alternativen zur Vereisung oder Operation sind die so genannte photodynamische Therapie - eine Kombination aus Salbe und Bestrahlung - sowie Cremen, etwa mit einer Kombination aus Diclofenac und Hyaloronsäure, mit 5-Fluorouracil, oder mit dem neuartigen Wirkstoff Imiquimod, der zur Gruppe der so genannten Immunmodulatoren („Immune Response Modifiers") gehört. Durch diese Substanz wird das Immunsystem der Haut aktiviert, gezielt gegen Krebszellen vorzugehen - und zwar dort, wo die Creme aufgetragen wird. Der Wirkstoff aktiviert also die körpereigene Krebsabwehr, er schafft die Voraussetzungen für eine zielgerichtete Aktivität gegen die erkrankten Zellen, der Krebs heilt narbenfrei ab

„Krebsfelder": Großflächige Gefahr effektiv bannen

Ein wichtiger Vorteil der neuen Therapieoptionen beim hellen Hautkrebs ist, dass großflächige Hautareale behandelt werden können. Bei Hautkarzinomen liegen nicht nur in den bereits veränderten Hautstellen selbst, sondern auch in der Umgebung genetische Veränderungen vor, die sich zu Krebs entwickeln können. Wir sprechen daher heute von Krebsfeldern oder „field cancerization." Hier hat die Cremetherapie einen entscheidenden Vorteil: Sie bekämpft auch die nicht sichtbaren Zellschädigungen zwischen den erkennbaren Hautveränderungen, so werden auch noch nicht sichtbare Erkrankungsherde mit behandelt. Das macht die Behandlung auch nachhaltig.


Die Standard-Therapie beim Basalzellkarzinome ist die vollständige chirurgische Entfernung. Bei oberflächlichen Basalzellkarzinomen kann zusätzlich zur Operation ebenfalls die immunstimulierende Cremetherapie erfolgreich eingesetzt werden: Entweder zur Reduktion des Tumors vor der Operation, oder im Anschluss an die chirurgische Entfernung, um verbleibende Mutationen zu heilen.

ORF Bundesland heute/NIEDERÖSTERREICH der Beitrag zur Sendung vom 8.3.2008 "Unterschätzte Gefahr Sonne"

Graz, 7. März 2008 - Unterschätzte Gefahr: Nicht nur der „schwarze" Hautkrebs (Melanom) ist weiterhin ungebremst im Vormarsch. Vor allem auch die Zahl der Neuerkrankungen am weniger bekannten und daher häufig unterschätzten „weißen" Hautkrebs (Nicht-Melanom-Hautkarzinome oder „non-melanoma skin cancer") steigt drastisch an. „Nicht-Melanom-Hautkarzinome repräsentieren heute die häufigste Krebsform beim Menschen, mit jährlichen Zuwachsraten von sieben bis zehn Prozent", warnt Univ.-Prof. Dr. Helmut Kerl, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Graz.

Besonders verbreitet sind die so genannten „aktinischen Keratosen“, die sich durch rötliche Flecken oder schuppige Erhebungen auf der Haut bemerkbar machen. „Jedes zweite Individuum ab dem 70. Lebensjahr entwickelt aktinische Keratosen“, betont Prof. Kerl. „Vielen Betroffenen ist allerdings nicht bewusst, dass es sich dabei keineswegs um eine harmlose Alterserscheinung handelt. Aktinische Keratosen sind ein Frühstadium von Hautkrebs, daraus können sich in die Tiefe wachsende Hautkarzinome entwickeln.“

Ein ebenfalls sehr häufiger Hautkrebstyp ist das Basalzellkarzinom, rund 25.000 bis 30.000 Neuerkrankungen sind jährlich in Österreich zu verzeichnen. „Das Bild der Basalzellkarzinome zeigt rötlich-braune Knoten“, beschreibt Prof. Kerl die Erkrankung. Charakteristisch für diese Tumoren ist ein Größenwachstum mit Ausbreitung, zu Metastasen kommt es meist nicht.

Früherkennung und frühe Behandlung wichtig

„Alle Hautkrebsformen, auch die aktinischen Keratosen, müssen unbedingt behandelt werden“, betont Prof. Kerl. „Und je früher dies geschieht, desto besser sind auch die Heilungschancen.“ Daher raten Experten auch zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt. „Je nach dem individuellen Risikoprofil ist eine unterschiedliche Kontrollfrequenz anzuraten, bei manchen Menschen sind Kontrollen alle drei Monate nötig, bei anderen reichen Abstände von drei bis fünf Jahren aus“, so Univ.-Prof. Dr. Peter Wolf von der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Graz.

Wirksame Behandlung durch moderne Lokaltherapie 

In Sachen effektive Behandlung von Hautkrebs vermelden die Experten wichtige Fortschritte. „Neben der chirurgischen Therapie wurden in der letzten Zeit moderne lokale Behandlungsmethoden entwickelt“, berichtet Prof. Kerl. Dies ist für Betroffene schon deshalb von Bedeutung, weil die gängigen invasiven Verfahren schmerzhaft sind und oft Narben hinterlassen, die besonders im Gesicht störend sein können. Alternativen zur Operation sind die so genannte photodynamische Therapie – eine Kombination aus Salbe und Bestrahlung – sowie Cremen, etwa mit einer Kombination aus Diclofenac und Hyaloronsäure oder mit dem neuartigen Wirkstoff Imiquimod, der zur Gruppe der so genannten Immunmodulatoren gehört. Durch diese Substanz wird das Immunsystem der Haut aktiviert, gezielt gegen Krebszellen vorzugehen.

"Krebsfelder“: Großflächige Gefahr effektiv bannen

Ein wichtiger Vorteil der neuen Therapieoptionen ist, dass großflächige Hautareale behandelt werden können, betont Prof. Kerl. „Bei Hautkarzinomen liegen nicht nur in den bereits veränderten Hautstellen selbst, sondern auch in der Umgebung genetische Veränderungen vor, die sich zu Krebs entwickeln können.“ Experten sprechen daher heute von Krebsfeldern oder „field cancerization.“ Hier habe die Cremetherapie einen entscheidenden Vorteil, so Prof. Kerl: „Sie bekämpft auch die nicht sichtbaren Zellschädigungen zwischen den erkennbaren Hautveränderungen, so werden auch noch nicht sichtbare Erkrankungsherde mit behandelt.“

Besondere Gefahr für organtransplantierte Patienten

Einer von Hautkrebs speziell gefährdeten Patienten-Gruppe, die von den modernen Behandlungsmethoden profitieren kann, nimmt man sich in Graz in besonderer Weise an: An der Universitätshautklinik steht seit einiger Zeit eine spezielle Ambulanz zur Behandlung und Beratung organtransplantierter Patienten mit Hauttumoren zur Verfügung. „Die Fortschritte in der Behandlung von Patienten nach Organtransplantationen führt durch die Einführung moderner Immunsuppressiva zur Verhinderung der Organabstoßung und zu einer steigenden Lebenserwartung. Dadurch gewinnen Hauterkrankungen bei diesen Patienten spezielle Bedeutung“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Ingrid H. Wolf von der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Graz. „Das Risiko für die Entstehung von Hautkarzinomen einschließlich der Frühformen ist bei Patienten nach Organtransplantation gegenüber der Normalbevölkerung bis zu 200fach erhöht.“ 40 Prozent der Transplantatempfänger entwickeln bereits fünf Jahre nach der Transplantation Hautkarzinome, besonders Formen des „weißen“ Hautkrebs. Die Erkrankung verläuft bei immunsupprimierten Patienten besonders aggressiv, weiß Doz. Wolf: „Bis zu 30 Prozent der Todesfälle nach Organtransplantation sind durch Hautkrebs bedingt.“ Transplantationskandidaten sollten sich daher bereits vor dem Eingriff auf ihr Risikoprofil hin untersuchen lassen und nach der Operation engmaschig – zumindest alle sechs Monate – kontrolliert werden. 

Risikofaktor Sonne – Richtig schützen

Ein wesentlicher gemeinsamer Risikofaktor aller Hautkrebsformen ist regelmäßige Sonneneinwirkung. Basalzellkarzinome treten vor allem im Gesicht auf, aktinische Keratosen bevorzugt auf der Kopfhaut, im Gesicht, an den Unterarmen und Handrücken – also an Stellen, die besonders intensiv von der Sonne bestrahlt werden. Hier seien vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig, betont Prof. Peter Wolf. „Wichtig ist es, Sonnenexposition bei besonders hoher UV-Belastung wie in der Mittagszeit zu vermeiden, sich besser im Schatten als in der Sonne aufzuhalten, und sich mit Kopfbedeckungen, Kleidung und wirksamen Breitband-Lichtschutzmitteln zu schützen.“

Was den Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzmitteln betrifft, soll eine neue Empfehlung von EU und dem Dachverband der europäischen Kosmetikindustrie (COLIPA) für mehr Transparenz für Konsumenten sorgen. Nach einer Übergangsfrist bis 2009 ist auf Produkten der Lichtschutzfaktor künftig in den Kategorien „niedrig“ (6, 10), „mittel“ (15, 20, 25), „hoch“ (30, 50) und „sehr hoch“ (50+) auszuweisen. „Außerdem soll der UVA-Schutz künftig mit einer vereinheitlichten Labortestmethode bestimmt werden“, berichtet Prof. Wolf. „Zu beachten ist allerdings, dass der Lichtschutzfaktor sich ausschließlich auf den Schutz vor Sonnenbrand bezieht, er hat keine sichere Aussagekraft hinsichtlich Schutz vor Hautkrebs.“

Ein neuer vorbeugender Ansatz ist die so genannte molekulare Prävention, so Prof. Wolf. „Darunter versteht man die Beseitigung von klinisch noch nicht sichtbaren Hautschäden durch die Anwendung von Lichtschutzpräparaten mit DNA-Reparaturenzymen. Die Strategie hat sich bei Patienten mit genetisch bedingtem Hautkrebs als klinisch wirksam erwiesen.“

Auch einige pflanzliche Substanzen wie Polyphenole aus grünem Tee oder Sulforapahane aus Brokkoli seien zur Lichtschutzerprobung zum Teil in klinischer Testung, zum Teil bereits erhältlich, so Prof. Wolf.

Diese Webseite wurde erstellt für Personen, welche Informationen über Meda Pharma GmbH Österreich suchen.
Wir bieten auch nationale Webseiten für viele weitere Länder an. Links zu diesen Webseiten finden sie unter Meda Weltweit am Beginn dieser Seite.