Stop Anaphylaxie

Allergie extrem: der allergische Notfall

Allergie ist nicht gleich Allergie. Mitunter kann eine allergische Reaktion lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Diese schwerste Form einer allergischen Reaktion nennt man Anaphylaxie. Dabei schüttet der Körper bei Kontakt mit dem Allergen große Mengen der Substanz Histamin aus. 

Das Resultat:

  • Bronchien verengen sich – Atemnot ist die Folge.
  • Blutgefäße werden durchlässig – Flüssigkeit tritt aus den Blutgefäßen ins Gewebe aus und verursacht Schwellungen im Bereich des Kehlkopfs und in der Lunge.
  • Die Blutgefäße weiten sich – der Blutdruck fällt dramatisch ab und lebenswichtige Organe wie Herz, Lunge und Gehirn können nicht mehr ausreichend versorgt werden. Im schlimmsten Fall kommt es zum lebensbedrohlichen Kreislaufschock.

Die allergische Reaktion ist somit nicht mehr nur lokal beschränkt, sondern kann innerhalb kurzer Zeit den gesamten Organismus erfassen. Wobei sie auch eine mildere Verlaufsform haben kann und nicht zwingend mit einem Kreislauf- und Organversagen enden muss.

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Soweit die schlechte Nachricht. Die gute: Anaphylaxien sind sehr selten, treten nur bei wenigen Formen von Allergien auf (v.a. Allergie gegen Bienen- oder Wespengift, bestimmte Nahrungs- und Arzneimittel) und es gibt mit Adrenalin einen sehr guten Schutz vor der gefährlichen Reaktion.

Für den Notfall gerüstet

Da sich der Zustand von den ersten Warnsignalen bis hin zum allergischen Schock in nur wenige Minuten verschlechtern kann, müssen Anaphylaxie-gefährdete Allergiker informiert und geschult sein, um sich in dieser Ausnahmesituation selbst zu versorgen. Das wichtigste: die vom Arzt verordneten Notfallmedikamente müssen immer griffbereit sein. Mittel der Wahl ist Adrenalin, das als praktischer Pen zur Selbstinjektion zur Verfügung steht und in Minutenschnelle den Kreislauf stabilisiert. Es ist das einzige Medikament, das einen allergischen Schock verhindern kann. Zusätzlich können ein Kortisonpräparat und ein Antihistaminikum helfen. Als alleinige Maßnahme sind sie nur dann ausreichend, wenn die allergische Reaktion auf die Haut beschränkt bleibt.

Richtiges Verhalten im Notfall:

Quelle: Eltern-Ratgeber "Allergischer Notfall", 2014

In manchen Fällen ist auch eine Selbstversorgung nicht mehr möglich. Daher sollte auch das Umfeld – Familienmitglieder, Betreuungspersonen im Kindergarten oder in der Schule etc. – über das richtige Verhalten im Notfall Bescheid wissen. 

Schulungsvideo: Allergischer Schock - Richtig Handeln

Sehen Sie hier Experteninterviews und die richtige Anwendung eines Adrenalin-Autoinjektors:
Schulungsvideo: Allergischer Schock - Richtig Handeln

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